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Stehenbleiben, knipsen, weitergehen.

 

Als es noch keine Handys mit Fotofunktion gab, war das Fotografieren im Alltag nicht so alltäglich. Fotografiert wurde in der Freizeit, vor allem aber im Urlaub. „Die Handhabung einer Kamera dämpft die innere Unruhe, die ständig unter Stress arbeitende Menschen empfinden, wenn sie Urlaub machen und sich nur amüsieren sollen“, notierte einst Susan Sontag. Es gab noch die Trennung von Arbeit und Freizeit, Öffentlichkeit und Privatheit. Wer hätte damals gedacht, dass die Erreichbarkeit aller rund um die Uhr fester Bestandteil nicht nur des Arbeitslebens werden, Privatheit einmal an ihr Ende kommen würde. Inzwischen unterstreicht jedes digitale Porträt, das durch das Netz jagt: Wer sich nicht öffentlich zeigt, existiert nicht. Nichtssagende Botschaften werden im Zeitalter der Selfies erst bedeutsam durch das eigene Bild.

 

Die Mischung aus Selbstvergewisserung und Hilflosigkeit gleitet schon länger durch die Bildergeschichte. „Nicht wissend, wie sie sonst reagieren sollen, machen sie eine Aufnahme. So wird Erfahrung in eine feste Form gebracht: stehenbleiben, knipsen, weitergehen. Diese Methode kommt insbesondere jenen Touristen entgegen, die zu Hause einer erbarmungslosen Arbeitsethik unterworfen sind – den Deutschen, Japanern, Amerikanern.“ – noch einmal Susan Sontag. Die Aufnahmen aus dem analogen (Familien)leben gelangten freilich selten nach draußen. Man knipste für sich. Weil ich fotografiere, bin ich schon mal für mich. Heute  muss erst mal alles raus. Share only with friends & NSA.

 

Deshalb neben unseren Texten nur einige touristische Bilder von daheim und unterwegs.

 

 

 

 
 
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